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Allgemeines

Ein Luftkissenfahrzeug, englisch air-cushion vehicle (ACV) oder Hovercraft „Schwebefahrzeug“, ist ein Fahrzeug, das aus Luft eine Art Kissen zwischen sich und der Erdoberfläche bildet, sodass es schwebt. In der Regel ist ein Luftkissenfahrzeug ein Luftkissenboot oder Amphibienfahrzeug So dient es dem Güter- und Personentransport, als Expeditionsfahrzeug oder als Hilfsfahrzeug bei Rettungsdiensten und Feuerwehren. Als Wasserfahrzeug erfordert es eine Fahrerlaubnis für die entsprechende Fahrzeuggröße. 1877 meldete der Konstrukteur der ersten Torpedoboote, John Isaac ein Patent für eine Luftkissentechnik an, setzte dies aber nicht in eine Konstruktion um. Thornycrofts Idee war, zwischen Schiffsrumpf und Wasser eine dünne Schicht Luft einzubringen.

In Deutschland wurden die ersten Hovercrafts um 1980 aus England geholt. Es entstand der erste Hovercraft Club in Deutschland. In dieser Zeit bildeten sich schnell mehrere Vereine in ganz Deutschland. 1987 wurde die erste Weltmeisterschaft organisiert und in Bad Karlshafen durchgeführt. Lange Zeit waren deutsche Fahrer führend in den internationalen Renngeschehen.

 

Links

European Hovercraft Federation (europeanhovercraftfederation.org)

World Hovercraft Federation (hovercraft.org.uk)

Quellen: www.wikipedia.org; www.luftkissen.de

Hovercraft-Motorsport

Hovercrafts werden auch zum Sportbetrieb und in Wettbewerben genutzt. Sie haben meist um die 3 Meter Länge und erreichen mehr als 100 km/h; in Deutschland werden sechs Formelklassen gefahren.

  • Formel 1: keine Beschränkungen bezüglich Hubraum und Motorenzahl
  • Formel 2: keine Beschränkungen bezüglich Motorenzahl, Gesamthubraum beschränkt auf max. 600 cm³ 2T / 750 cm³ 4T
  • Formel 3: keine Beschränkungen bezüglich Motorenzahl, Gesamthubraum beschränkt auf max. 250 cm³ (mit Rennsaison 2008 eingestellt, da in Europa (außer in der UK-Serie) nur noch ein Fahrer angetreten war)
  • Formel 50: nur ein Motor für Antrieb und Auftrieb, Beschränkungen bei Motortyp (Rotax 503 mit 500 cm³) und original Rotax Auspuffanlage. Motorleistung 54 PS
  • Formel 35: Gesamtleistung aller Motoren maximal 35 PS (wird insb. in Großbritannien gefahren)
  • Formel 25: Gesamtleistung aller Motoren maximal 25 PS (wurde zuletzt bei der Weltmeisterschaft 2008 in Schweden gefahren, bei der Weltmeisterschaft 2010 durch die Formel 35 abgelöst)
  • Formel S: nur ein Motor für Antrieb und Auftrieb, sonst keine Einschränkungen
  • Formel J: Junioren ab 11 Jahren, beschränkte Leistung
  • Formel N: Sammelgruppe für alle Neulinge, keine Beschränkungen, jedoch unter ständiger Aufsicht der Rennleitung
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